@Rainer:
Könnten Sie bitte die Quelle Ihrer Aussage konkretisieren? ZA Dr. Esser gibt es mehrere - habe auf Anhieb nichts gefunden.
Ich verstehe jeden Versicherten, der von akribischer Leistungsprüfung anhand von Zahnarzt-Akten und Röntgenbildern irgendwann "genervt" ist. Aber auf der anderen Seite müssen Sie auch die vielen restlichen Beitragszahler sehen, die der Versicherer vor unberechtigten Leistungsforderungen schützen muss.
Wer seine Angaben im Antrag ehrlich und korrekt gemacht hat, bei dem kann ein Versicherer auch nichts finden. Punkt.
Wenn der Versicherer bei seiner Leistungsprüfung auf "Unregelmäßigkeiten" stößt und die Leistung verweigert, weil der Versicherungsfall z.B. schon vor Antragstellung eingetreten ist oder weil die Gesundheitsfragen im Antrag nicht korrekt beantwortet worden sind, dann liegt der Versicherer da in den meisten Fällen richtig.
Ich hatte in den letzten Jahren wirklich viele Leistungsfälle zur Prüfung auf dem Tisch, vornehmlich von CSS-Kunden (aber auch manch anderer Versicherer!) - in den meisten Fällen waren die Vorwürfe berechtigt. In den restlichen Fällen konnten wir erreichen, dass die Leistung ordentlich erbracht wurde und die Negativ-Entscheidung zurückgenommen wurde.
Insofern hat der Ehrliche eigentlich nichts zu befürchten - außer, dass der Vorgang an sich eben die Nerven belastet. Aber auf der anderen Seite jammern auch alle über steigende Beiträge.
@AndreasHH:
Lesen Sie am besten die Fragen im Antrag noch mal konkret durch.
Unter anderem ist die Frage dabei, ob Behandlungen laufen, angeraten oder geplant sind. Diese Frage bezieht sich - ohne einschränkenden Zeitraum - auf die Vergangenheit, könnte also auch sehr weit zurückliegende Ereignisse erfassen, wenn vom Zahnarzt Behandlungen angeraten worden sind, die bis zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht realisiert worden sind.
Ich bezweifle, dass die CSS dabei 20 Jahre rückwirkend prüft - üblicherweise werden Zeiträume von 3-5 Jahren geprüft, in krassen Einzelfällen vielleicht auch mal länger. Aber 20 Jahre? Wenn Sie so einen Fall haben, dann gerne her damit, würde ich mich gerne selbst von überzeugen.
Viele Grüße
Maximilian Waizmann