Vergleich Zahnzusatzversicherung

ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Grmblprmf » 15.08.11, 15:57

Guten Tag,

ich informiere mich über verschiedene Zahnversicherungen.

Mir fehlen derzeit zwei Zähne, die ich evtl. irgendwann gerne ersetzen lassen möchte.

Jetzt frage ich mich, ob es sich wirklich lohnt, diese Lücken bei einer Zahnversicherung mit zu versichern. Die ARAG bietet das ja an. 20% Zuschlag pro fehlendem Zahn finde ich allerdings schon ganz schön viel und da frage ich mich, ob sich das lohnt.

Ich meine, ein Implantat kostet mich ohne Zusatzversicherung ca. 1500 Euro Zuzahlung. Mit guter Zusatzversicherung natürlich nur noch ein paar hundert Euro, aber dafür bezahle ich dann langfristig 40% mehr für die Zahnzusatz Versicherung bei der ARAG.

Also was meint ihr? Fehlende Zähne mit versichern oder lieber auf eigene Kosten ersetzen?
Grmblprmf
 

 

Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Maximilian Waizmann » 06.11.11, 20:27

Hallo,

das lässt sich natürlich so pauschal nicht so wirklich beantworten.

Der Tarif ARAG Z90 Bonus ist ja vom Beitrag her auch ohne Altersrückstellungen kalkuliert, so dass der Beitrag dynamisch alle paar Jahre "vorprogrammiert" ansteigt. Dabei steigt auch der Zuschlag mit an, da dieser ja prozentual vom Ausgangsbeitrag berechnet wird.

Je nach Einstiegsalter und letzlich realer Laufzeit des Vertrages ergeben sich für die fehlenden Zähne unterschiedlich hohe Zahlungen über die Zeit.

Wenn ich z.B. mal von einem 30jährigen Mann ausgehe, der über 20 Jahre im Tarif ARAG Z90 Bonus versichert bleibt, dann ergibt sich für einen fehlenden Zahn eine Zuschlagszahlung von rund 1100 Euro. Die Versicherung übernimmt im Gegenzug das Risiko einer Kostenübernahme von ca. 1400 Euro.

Die Daten sind natürlich alle Stand heute und wir gehen von einem 30jährigen aus. Ein Älterer Mann steigt teurer ein und zahlt dadurch auch einen höheren Zuschlag, da dieser ja prozentual berechnet wird.

Eine 100%ig eindeutige Antwort kann man hier kaum geben. Das wird jeder selbst entscheiden müssen, ob er die fehlenden Zähne mit versichert und dafür langfristig einen Zuschlag in Kauf nimmt oder ob er die fehlenden Zähne lieber selbst zahlt und dafür dann keinen Zuschlag hat.

Viele Grüße

Maximilian Waizmann
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Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Maik » 06.12.11, 18:52

Hallo
Ich bin seit etwas über 2 Jahren bei der ARAG Zahnversichert.Mir fehlen 4 Zähne, diese wurden ordnungsgemäß angegeben.
Dafür habe ich einen satten Aufschlag bezahlt. Damals hat mein Zahnarzt mir gesagt das ich mit den 4 fehlenden Zähnen gut zurecht kommen werde.Natürlich hat er mir auch die Option angeboten die Lücken mit Zahnersatz zu schließen. Also habe ich bei dem Antrag angegeben das zurzeit keine Behandlung nötig ist. Jetzt ist es aber so, dass mir die darüber liegenden Zähne Probleme bereiten und ich wolte die Zähne machen lassen(Oben+Unten),weil ich ja sonst nicht mehr kauen kann.Ich dachte kein Problem, dafür bist du in einer teuren Versicherung und hast die fehlenden Zähne mitversichert. Also eingereicht und was passiert, die ARAG schmeisst mich raus.Begründung : Ich hätte Falschangaben gemacht. Aber fehlende Zähne die man teuer mitversichern kann, müssen früher oder später doch ersetzt werden.Dafür muss man kein Zahnarzt sein um zu erkennen das fehlende Zähne ersetzt werden sollten.Spätesten dann wenn man Probleme hat.
Ergo: Keine Zähne, Beiträge futsch und obendrauf noch den Rechtsstreit der mich viel Zeit kosten wird und den ich warscheinlich verlieren werde. Aber gefallen lasse ich mir das nicht, als Versicherungsbetrüger abgestempelt zu werden.
Andere Versicherungen haben von Anfang an gesagt,wir nehmen sie auf aber die fehlenden Zähne sind nicht Versichert. Die waren wenigsten ehrlich.Aber ich falle immer auf die falschen herein.
Maik
Maik
 

Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Maximilian Waizmann » 07.12.11, 00:39

Hallo Maik,

Natürlich hat er mir auch die Option angeboten die Lücken mit Zahnersatz zu schließen.


Warum versuchen eigentlich alle Leute immer, ihre eigene Unzulänglichkeit einem korrekt handelnden Versicherer anzulasten?

Wenn Sie sich eine Kopie Ihres Antrages bei der ARAG ansehen, dann werden Sie vermutlich feststellen, dass da a.) abgefragt wurde, ob irgendwelche zahnärztlichen Behandlungen angeraten / geplant / beabsichtigt sind (was Sie damals offenbar mit "NEIN" beantwortet hatten) und b.) dass sich beim Zuschlag für die fehlenden Zähne ein expliziter Hinweis befindet, der darauf aufmerksam macht, dass eine Mitversicherung fehlender Zähne gegen Zuschlag nur dann möglich ist, sofern noch keine Behandlung für die fehlenden Zähne angeraten / geplant ist.

Wenn ein Ersatz fehlender Zähne bereits angeraten / geplant war, dann ist die Mitversicherung nicht möglich! Wenn Ihnen also der Zahnarzt angeraten hatte, die fehlenden zähne zu ersetzen, evtl. sogar ein Kostenangebot erstellt wurde (??) dann hätten Sie das der ARAG im Antrag anzeigen müssen und der Vertrag wäre unter dieser Voraussetzung nicht in dieser Form zustande gekommen (die fehlenden Zähne wären dann vom Leistungsumfang ausgeschlossen worden oder der Vertrag wäre möglicherweise gänzlich abgelehnt worden, je nach Einzelfall).

Offensichtlich hat die ARAG bei der Prüfung ihrer Leistungspflicht genau solche Vermerke des Zahnarztes gefunden, dass Ersatz für die fehlenden Zähne vor Abschluss angeraten war (evtl. auch mehr?). Und das hätte dann wie erläutert bereits im Antrag angegeben werden müssen.

Viele Grüße

Maximilian Waizmann
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Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Maik » 07.12.11, 21:00

Hallo Herr Weizmann
Mein Zahnarzt hatte damals bei einem Kontrolltermin erwäht das man diese Lücken schließen kann es aber zur Zeit kein Handlungsbedarf gibt, da es keine Beeinträchtigungen gibt.(mehr war da nicht!)
In seine Karteikarten hat er aber festgehalten, das ein Gerspräch stattgefunden hat. Für mich also kein angedachter Zahnersatz, so habe ich es auch gutgläubig angegeben.
Wenn Zähne fehlen würde doch jeder Zahnarzt mit seinen Patienten ein persönliches Gespräch führen.Deshalb finde ich es im nachhinein als fiese Abzockmasche der Versicherung, fehlende Zähne für extra Beitrag mitzuversichern, mit der Gewissheit, dass der verantwortungsvolle Zahnarzt seine Pflicht getan hat.
Bis zu diesem Schock war ich auch sehr zufrieden mit der Versicherung, doch Patienten mit Zahnlücken sollten die Finger davon lassen!!
Sie als Versicherungsmakler sollten anstatt jeden negativen Beitrag zu kritisieren, ihre Kunden über diese Gefahr aufklären.
Naja, es hat halt jeder ein anderes Rechtsbewustsein.

Mit freundlichen Grüßen
Maik
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Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Maximilian Waizmann » 28.02.12, 03:39

Hallo Maik,

wenn das Gespräch wirklich so abgelaufen ist, wie Sie es schildern, dann kann ich Ihre Enttäuschung über den Ablauf des Leistungsfalles zwar nachvollziehen - aber irgendwie schieben Sie trotzdem dem "falschen" den schwarzen Peter zu.

Wenn Ihr Zahnarzt eine "Beratung" o.Ä. über möglichen Zahnersatz festgehalten hat, obwohl eigentlich keine stattgefunden hat (so verstehe ich Ihre Aussage), dann sollten Sie eher auf Ihren Zahnarzt sauer sein als auf die Versicherung, die im Leistungsfall prüft, ob alle Angaben im Antrag korrekt angegeben waren. Der Versicherer kann leider nur nach "Aktenlage" entscheiden, da er bei ihren früheren Behandlungen und Beratungsgesprächen nicht dabei war - er kann sich nur auf die Akten / Auskünfte des Zahnarztes berufen. Und wenn der in seinen Akten ein Beratungsgespräch über Zahnersatz für die fehlenden Zähne vermerkt hat, was soll der Versicherer dann sonst machen?

Ich habe durchaus schon einige Leistungsfälle miterlebt, wo Versicherer "mitversicherte" fehlende Zähne später anstandslos bezahlt haben (u.a. auch die ARAG!!!) - aber jeder Versicherer prüft eben vorher, ob er zahlungspflichtig ist oder nicht. Wenn lt. Aktenlage Ersatz für fehlende Zähne bereits angeraten war, dann muss er eben leider nicht zahlen.

Viele Grüße

Maximilian Waizmann
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Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Lu » 15.05.12, 10:24

Da liegen Sie mit Ihrer Aussage leider föllig daneben lieber Hr. Waizmann.

Der Patient hat ein Recht über eine mögl. Behandlung ausführlich Beraten zu werden,auch dann wenn kein Behandlungsbedarf besteht.

Solange nur eine Beratung und keine entgültige Planung erstellt wurde ist dies kein Grund, Leistungen seitens der Zusatzversicherung zu streichen.

Aber wie wir es gewohnt sind,wird in solchen Fällen immer der Behandler zur Verantwortung gezogen.
Vielleicht sollten Sie sich einmal überlegen, Ihre Versicherten besser zu Beraten,
oder ist das nicht möglich, weil die Versicherung dann nicht mehr greift?

Ich weis leider, das viel zu viele gutgläubige Patienten von Ihnen kräftig über's Ohr gehauen werden.
Da hilft leider auch Ihr verzweifeltes schönreden nichts. Das sind traurige tatsachen die sich hoffentlich bald ändern.

Wünsche noch einen schönen Tag..!
Lu
 

Re: ARAG Zahnzusatz - fehlende Zähne mit versichern?

Beitragvon Maximilian Waizmann » 10.08.13, 07:19

Liebe/r Lu,

Der Patient hat ein Recht über eine mögl. Behandlung ausführlich Beraten zu werden,auch dann wenn kein Behandlungsbedarf besteht.


lustig...mein Zahnarzt berät mich nur dann, wenn Handlungsbedarf aus seiner Sicht gegeben ist...andernfalls macht er seine Kontrolle, ich kriege eine PZR und dann gehe ich wieder nach Hause mit der Aussage, dass ich in 6 Monaten wiederkommen soll um zu schauen, ob sich an dieser Situation was geändert hat :-)

Solange nur eine Beratung und keine entgültige Planung erstellt wurde ist dies kein Grund, Leistungen seitens der Zusatzversicherung zu streichen.


Gut, dass Sie das zu entscheiden haben...das sieht unsere deutsche Justiz leider anders...sorry...ich gebe nur die Ansichten der deutschen Rechtsprechung wieder...ob die richtig oder nachvollziehbar ist, oder nicht, habe ich leider nicht zu entscheiden


Vielleicht sollten Sie sich einmal überlegen, Ihre Versicherten besser zu Beraten,


Wenn mir jemand sagt "mein Zahnarzt hat mir geraten, meine fehlenden Zähne zu ersetzen", dann bekommt er von mir genau die korrekte Auskunft, nämlich dass diese Situaation dann nicht mehr versicherbar ist...wenn jemand der Meinung ist, dass Ersatz nicht angeraten wurde und das entsprechend im Antrag angibt, liegt es leider nicht an mir, das zu überprüfen


Zu Ihren letzten Zeilen spare ich mir mal meinen Kommentar...wenn Sie an einem offenen Dialog interessiert sind, sind Sie herzlich eingeladen, sich nochmals zu äußern...

Viele Grüße

Maximilian Waizmann


Zuletzt als neu markiert von Anonymous am 10.08.13, 07:19.
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