Vergleich Zahnzusatzversicherung

ARAG Z100 - Erfahrungen

Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon Sabbi189 » 01.11.13, 09:20

Hallo!

Habe die selber Erfahrung wie Mymilk57 gemacht.

Bei Abschluss wurde mir vorgeschwärmt, dass ALLES übernommen wird (kronen, inlays, etc)....zwei Jahre später bekomme ich eine Krone über einen Wurzelbehandelten Zahn und bekomme von 900 Euro gerade mal 290 von der ARAG.

Da hätte ich die 35 Euro im Monat besser unters Kopfkissen gelegt, da hätte ich das Geld schon zusammen gehabt.

Ich kündige das umgehend. Da kann ich mit meinem Geld besseres anfangen.

Gruß

Sabine
Sabbi189
 

 

Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon Maximilian Waizmann » 20.11.13, 10:46

Hallo Sabine,

wie viel von den 900 Euro hat die gesetzliche Kasse übernommen?

Oder waren die 900 Euro der Eigenanteil (wie viel hat die GKV dann zusätzlich übernommen?)

Viele Grüße

Maximilian Waizmann
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Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon zugutezähne » 06.12.13, 17:21

Nicht nur alle zwei Jahre wird erhöht, sondern mittlerweile jedes Jahr. Angefangen habe ich 2008 mit 24 Euro monatlich, mittlerweile bin ich bei 43 Euro monatlich. Außer zur Zahnreinigung habe ich die Versicherung nur einmal in Anspruch genommen: Eine Wurzelbehandlung mit Laser wurde nicht übernommen, was warscheinlich okay war, weil der Zahnarzt glaub ich ein Geldschneider war. Trotzdem habe ich das Gefühl das man Kunden der Z 100 aus dem Vertrag drängen will. ARAG scheint kein vertrauenswürdiger Versicherer zu sein
zugutezähne
 

Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon Maximilian Waizmann » 01.02.14, 01:01

Hallo ZuguteZähne,

a.) kein Versicherer will durch Beitragserhöhungen Kunden "aus dem Vertrag drängen"

b.) Beitragserhöhungen sind leider ein notwendiges Übel und sind kein Kriterium für "Vertrauenswürdigkeit".

Ein Versicherer in Deutschland kann seine Beiträge nicht "einfach so" nach Belieben erhöhen, um seinen Profit zu maximieren, sondern dafür gibt es das BAFIN, welches von außen durch einen unabhängigen "Treuhänder" überwacht, ob sich die Versicherungsunterhmen an die Spielregeln halten (der Treuhänder ist ein studierter Versicherungsmathematiker, der die Kalkulationen der Versicherungsunternehmen überwacht und freigeben muss).

Ein Versicherungstarif funktioniert immer nach dem Prinzip:

Alle Versicherungsnehmer kommen untereinander für Schäden des Einzelnen Versicherungsnehmers auf, d.h. jeder Versicherungsnehmer muss die Beiträge bezahlen, die im Schnitt als "durchschnittliches Risiko" berechnet werden.

Beispiel:

Versichern 100 Menschen jeweils ein Haus im Wert von 100.000 Euro gegen Feuer - und brennt durchschnittlich 1 solches Haus im Jahr ab, dann muss jeder Versicherungsnehmer eine jährliche Prämie in Höhe von 1000 Euro bezahlen.

Wenn die Versicherung nach 10 Jahren feststellt, dass durchschnittlich nicht nur 1 Haus pro Jahr abbrennt, sondern 2 Häuser, dann muss der Beitrag für jeden Versicherungsnehmer auf 2000 Euro pro Jahr erhöht werden.

Eigentlich ein recht einfaches Prinzip - hinzu kommen natürlich jeweils noch gewisse Kosten für den "Versicherungsapparat", denn der Versicherer hat ja einiges an laufenden Kosten, um diese Absicherung bieten zu können.

Und so ähnlich funktioniert das auch bei Krankenzusatzversicherungen, d.h. die Versicherung (in diesem Fall ARAG) hat im Falle Ihres Tarifes Z-100 keinen Einfluss darauf,
wie hoch eine etwaige Beitragsanpassung ausfällt, das resultiert rein aus den eingereichten Schäden der Versicherungsnehmern.

Dass darunter auch Menschen wie Sie sind, die außer Zahnreinigung nichts einreichen, liegt leider in der Natur der Sache.

Sie sollten sich - sofern Ihr Zahnzustand sehr gut ist - ggf. Gedanken machen über einen Wechsel.

Vergleichbaren Versicherungsschutz bieten andere Unternehmen teilweise deutlich günstiger an, allerdings verbunden mit dem Nachteil, dass Sie bei einem Wechsel wieder neue Wartezeiten und Begrenzungen während der Anfangsjahre in Kauf nehmen müssten.

Gute Tarife für den Wechsel können Sie online auf unserem Vergleichsportal berechnen unter

http://www.zahnzusatzversicherung-experten.de/
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Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon kp67 » 18.02.14, 21:02

Es würde m,ich mal interessieren, was der Hr. Weizmann zu diesem Beitrag (s.u. von "e4k")zu sagen hat, denn hier gibt es viele Details und es handelt sich nicht um Pauschalaussagen!
Ich bin auch sehr unzufrieden mit meinem Z100: Schon bei der 2. Zahnreinigung wurden GOZ Ziffern gekürzt, mit der Begründung, dass diese nur 1x jährlich beglichen werden. Wo bitteschön steht das im Tarif? Gerade möchte mein Mann 2 Implantate setzen lassen: der Schriftwechsel mit der ARAG hierzu füllt bereits einen breiten Leitz Ordner.
Den Hinweis von Hrn. Weizmann, man könne ja auch vor Gericht gehen, finde ich gelinde gesagt frech.
Mich würde mal interessieren welche GOZ Ziffern überhaupt und zu welchem Satz übernommen werden. Dazu gibt es aber keine Hinweise und auch keine Auskünfte. So kann diese Versicherung sehr einfach GOZ Ziffern ablehnen....

e4k hat geschrieben:Ich bin auch grad etwas enttäuscht...

Leider habe ich den Eindruck, dass die ARAG (und nach Auskunft meines Zahnarztes wohl auch andere Zusatzversicherer) die Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte nun dafür nutzt, um sich "aus der Affäre" zu ziehen!

Ich bin seit 2008 im Z100-Tarif versichert - PZR UND FÜLLUNGEN wurden in den vergangenen Jahren immer wie im Versicherungsschein angegeben, erstattet. Wenn also eine Füllung um die € 120,00 privatanteil gekostet hat, so habe ich den von der ARAG auch zurückbekommen.

In diesem Jahr nun habe ich auf zwei Füllungen (Rechnung jeweils etwa € 130,00) sage und schreibe um die € 40,00 (!!!!!) erhalten. Sprich, ich habe für DIE SELBEN FÜLLUNGEN, die der Zahnarzt IN DER SELBEN HÖHE WIE FRÜHER berechnet hat, keine volle Erstattung mehr bekommen.

Erklärung der ARAG: Sie bezahlen diese GOZ nur bis zum 2,3fachen Satz. Gut und Schön... ABER: Früher ging´s doch auch! Da waren es eben andere Positionsnummern (nämlich MEHRERE), mit denen der Zahnarzt auf seinen Endbetrag kam. Jetzt kann er nur noch EINE Positionsnummer abrechnen, weil es nur noch eine gibt. Damit er damit aber wieder auf seinen ursprünglichen "Lohn" kommt, muss er den Faktor erhöhen (z.B. auf den 4,5fachen Satz).

Ergebnis: Die ARAG zahlt nur bis zum 2,3fachen Satz, den Rest muss ich selber zahlen - obwohl in meinen Versicherungsbedingungen GANZ KLAR drin steht, dass 80 % erstattet werden auf Rechnungen, die privatärztliche Anteile enthalten. Da steht nichts von wegen "Kosten werden nur bis zum 2,3fachen Satz erstattet". Das wiederum steht aber anscheinend in den NEUEN Verträgen irgendwo. Nur: gehen die MICH irgendwas an? Ich habe ja noch einen "alten" Vertrag, in dem steht, dass ich 80 % erhalte...

NÄCHSTES ÄRGERNIS:

Bei mir MUSS nun eine KRONE gemacht werden (keine Rede davon, dass ich eine Krone WILL - ich BRAUCHE sie, da mir ein Stück vom Backenzahn herausgebrochen ist und eine Füllung somit nicht "halten" würde.

Der Heil- und Kostenplan weist einen Endbetrag von etwas über € 1.100,00 aus. Die GKV übernimmt davon bei lückenlosem Bonusheft € 165,00. Heute kam von der ARAG der Brief, dass ich von der ARAG noch einmal etwas über € 350,00 erhalte.

Hallo?????

Stand da nicht in meinem Versicherungsvertrag (und in ALLEN RECHENBEISPIELEN, die ich heute im Internet gefunden habe) etwas von 80 %???? Da gibt es sogar das konkrete Beispiel mit dem Preis von € 1.000,00 - und da steht - völlig korrekt, dass die GKV € 165,00 übernimmt und die ARAG von der verbleibenden Eigenbeteiligung bis ca. € 835,00 noch € 735,00 übernimmt, so daß mein Eigenanteil danach noch ca. € 100,00 beträgt.

Erklärung ist wieder der 2,3fache Satz (über den ich nun schon so oft gestolpert bin, dass es weh tut) und die darüberliegende Erhöhung meines Zahnarztes, die er ja anwenden MUSS, weil er sonst nicht auf den BEtrag kommt, den er nunmal verdienen möchte (und bis zum 31.12.2011 auch VERDIENT HAT - ohne dass sich die ARAG versucht hätte "herauszuwinden").

Irgendwie finde ich das unfair und bin auch enttäuscht, dass wir Patienten unter der Neu-Regelung der Gebührenordnung nun zu leiden haben, obwohl wir nun wirklich nichts dafür können und uns auf die Aussagen, die uns aus unseren VErsicherungsbedingungen "anspringen" und die auch damals zur Entscheidung für den Z100 geführt haben, eigentlich verlassen wollen.

Die Versicherung ist wirklich teuer genug - zumal es in jedem zweiten Jahr eine Beitragserhöhung gab...
kp67
 

Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon Maximilian Waizmann » 22.02.14, 15:08

Hallo kp67,

zunächst mal zum Beitrag von e4k, den Sie hier zitieren:

Wenn die ARAG Leistungen nur bis zum 2,3fachen Satz der GOZ akzeptiert, dann kann das (möglicherweise) folgenden Grund haben (geht aus den Aussagen von e4k leider nicht hervor):

Der Zahnarzt darf Leistungen über dem 2,3fachen Satz nur dann berechnen, wenn er das individuell medizinisch begründen kann. Die Begründung "sonst verdiene ich weniger, daher "muss" ich einen höheren Satz berechnen" ist - gemäß GOZ - leider nicht zulässig.

Möglicherweise haben auf den Abrechnungen von e4k diese Begründungen vom Zahnarzt gefehlt?

Das wäre eine zumindest mögliche Erklärung für die Kürzung.

Ansonsten, wenn die Erklärungen auf der Rechnung vorhanden (und nachvollziehbar) waren, müsste die ARAG im Z100 ganz klar bis zum 3,5fachen Satz erstatten - der Tarif sieht keine Begrenzung auf den 2,3fachen Satz vor.

Wenn die ARAG trotzdem nicht zahlt ohne das irgendwo nachvollziehbar zu begründen, dann bleibt letztlich nur noch der Weg zum Anwalt bzw. über ein Gericht.

Wieso finden Sie diesen Hinweis "frech"?

Ich bin doch nicht die ARAG und ich kann auch nichts dafür, wenn sich die ARAG möglicherweise nicht vertragsgemäß verhält. So ist das nun mal - wenn sich zwei streiten, dann hat man in Deutschland glücklicherweise die Möglichkeit, den Staat zu Hilfe zu ziehen und eben vor Gericht sein Recht durchzusetzen.

Bei zwei Implantaten (4000-6000 Euro??) sollte sich das u.U. sogar lohnen, wenn man sich im Recht zu sein fühlt.


Zu Ihren "eigenen" Ausführungen:

1. Kürzung von GOZ-Ziffern, die nur 1 x jährlich "beglichen werden"

--> ich weiß ja nicht genau, was die ARAG da bei Ihnen gekürzt hat --> ich vermute allerdings, dass es sich um GOZ-Ziffern handelte, wo IN DER GOZ SELBST geregelt ist, dass diese Ziffern nur 1 x jährlich berechnet werden dürfen, beispielsweise die GOZ 1000 (Mundhygienestatus).

Da würde es helfen, wenn Sie mal einen Blick in die GOZ werfen würden und sich die abgerechneten Ziffern ansehen würden?!


2. warum und wieso die ARAG Implantate bei Ihrem Mann nicht (?) oder nicht vollständig (?) bezahlen möchte, kann ich nicht beurteilen, leider liefern Sie keine Details.

3. GOZ ist leider ein kompliziertes Thema - nicht unbedingt die Versicherungsgesellschaften machen hier die Regeln, sondern die GOZ selbst sieht etliche Regelungen darüber vor, was / wann / wie / wie oft usw. berechnet werden "darf".

Hält sich ein Zahnarzt nicht daran und berechnet möglicherweise "unzulässige" GOZ-Ziffern, dann muss ein privater Versicherer diese eben nicht akzeptieren.

Und wie bei vielem im Leben ist auch dieser Bereich in mancherlei Punkten nicht eindeutig oder auslegungsfähig geregelt, so dass es hier leider zu Unstimmigkeiten zwischen Versicherungen, Ärzten und Versicherungsnehmern kommen kann - das allerdings ist sicherlich kein "ARAG-Problem", sondern ein grundsätzliches System-Problem.

Viele Grüße

Maximilian Waizmann
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Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon eduard » 28.02.14, 15:20

Kann mich den negativen Erfahrungen nur anschließen.
Haben heute zum wiederholten Male eine Ablehnung der eingereichten Rechnungen bekommen. Es geht da um kieferorthopädische Behandlungen und wenn in den Unterlagen steht, die Arag zahlt 80% wenn die Gkv nicht zahlt, dann gehe ich davon aus, dass betrifft auch einzelne Leistungen, wie z.B. elastische Bögen. Für die Arag bedeutet es aber, wenn die GKV einen Teil übernimmt, sind sie komplett rauß und zahlen für keinerlei Leistung mehr.
Sie suchen einfach nur nach Möglichkeiten nichts zahlen zu müssen. Ich werde jetzt so schnell wie möglich kündigen und das gesparte Geld kann ich dann wenigstens für zusätzlich anfallende Rechnungen nehmen. Kann vor Arag Z100 nur warnen!
eduard
 

Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon markus » 28.02.14, 21:38

Hallo,

ich habe soeben auch eine Leistungsabrechnung von der ARAG erhalten, mit der ich den Sinn der Versicherung in Frage stelle.

Es ging um folgende Behandlung:

Krone am Zahn (Gebiet?) 36, dabei wurde eine Vollkrone, Hohlkehl- oder Stufenpräraration durchgeführt.
GOZ Honorarleistungen = ~255€ (2,7113 fach)
Material und Laborkosten = ~347€
Gesamt: 617€
Davon hat die Kasse 126€ übernommen.

Somit bleiben 491€ für ARAG und mich.

Hinweis auf der Rechnung vom Zahnarzt war noch:
Stark zerstörter Zahn mit tief subgingval reichender Restaurationsgrenze, schwierige Präparation und Abformung. Deutlich erhöhter Zeitaufwand durch schwer darstellbare Präparationsgrenze.

Daraufhin habe ich folgende Leistungsabrechnung von ARAG erhalten:

Krone Gesamt = 617€ (s.o.)
Nach GKV = 491€ (bei Z100 und 80% = 392€)
Erstattung = 261€

Begründung für den Abzug von 132€:

1.) Das Erstellen von gnathologischen (lt Wikipedia: Gnathologie (oder auch Funktionsdiagnostik) ist eine zahnärztliche Fachrichtung) Kauflächen ist integraler Bestandteil der Herstellung dieser zahntechnischen Werkstücke und nicht gesondert berechnungsfähig.

2.) die Verblendung von Kronen auf endständigen Zähnen (auch 36) erfüllen keine zahnmedizinische Funktion. Es handelt sich hier um eine reine kosmetisch-ästhetische Maßnahme, die medizinisch nicht notwendig ist. Die entsprechenden Kosten blieben deshalb unberücksichtigt.

Mein kurz darauf folgender Anruf bei ARAG kam leider auch nicht mehr durch, weil das System bereits aus war und ich mich am Montag doch melden soll :(

Was ich jetzt nicht verstehe:
lt. den AVB der ARAG gelten als Aufwendungen für Zahnersatz (also Kronen) auch "funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen".
...sowie die zu den Leistungen gehörenden Material- und Laborkosten und die damit in Zusammenhang stehenden Behandlungskosten.

Darunter fällt meiner Meinung nach Punkt 1).

Das Sie Zahnverblendungen als rein "kosmetisch-ästhetische Maßnahme" sehen, will ich ja garnicht leugnen, allerdings schreiben Sie ja auch nicht, dass man das nicht darf. Sie behalten sich lediglich vor, für Maßnahmen die das medizinische notwendige Maß übersteigen, ihre Leistungen auf einen angemessenen Betrag herabsetzen. --> da sind 0€ schon ziemlich herabgesetzt ;-)

Ich überlege mittlerweile ggfs. in den Z70 Vertrag zu wechseln, da hier der mtl. Beitrag deutlich niedriger ausfällt und man dafür z.B. bei Kronen statt 80% immerhin noch 50% von "wenig" bekommt.

Viele Grüße Markus
markus
 

Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon Maximilian Waizmann » 03.03.14, 14:35

Hallo Eduard,

Kann mich den negativen Erfahrungen nur anschließen.
Haben heute zum wiederholten Male eine Ablehnung der eingereichten Rechnungen bekommen. Es geht da um kieferorthopädische Behandlungen und wenn in den Unterlagen steht, die Arag zahlt 80% wenn die Gkv nicht zahlt, dann gehe ich davon aus, dass betrifft auch einzelne Leistungen, wie z.B. elastische Bögen. Für die Arag bedeutet es aber, wenn die GKV einen Teil übernimmt, sind sie komplett rauß und zahlen für keinerlei Leistung mehr.
Sie suchen einfach nur nach Möglichkeiten nichts zahlen zu müssen. Ich werde jetzt so schnell wie möglich kündigen und das gesparte Geld kann ich dann wenigstens für zusätzlich anfallende Rechnungen nehmen. Kann vor Arag Z100 nur warnen!


Hier muss man ganz klar sagen:

In den Bedingungen ist bei ARAG ganz klar geregelt, dass eben nur solche KFO-Behandlungen übernommen werden, wo die GKV gar nichts bezahlt.

Hier der Auszug aus den Original-Bedingungen des Z-100 (Stand 2009):

* Kieferorthopädie
Bei Kindern und Jugendlichen, die das 18. Lebensjahr noch nicht
vollendet haben, erfolgt in der GKV eine Einstufung der Zahn- und
Kieferfehlstellungen je nach Schwere in sog. Kieferorthopädische
Indikationsgruppen (KIG 1 bis 5). Bei Einstufung in eine der KIG-
Gruppen 3, 4 oder 5 besteht ein Leistungsanspruch gegenüber der
GKV; in diesen Fällen erfolgt keine Leistung aus den Tarifen Z100
oder Z70. Bei einer medizinisch notwendigen kieferorthopädi-
schen Behandlung ohne Leistungsanspruch gegenüber der GKV –
z.B. bei Einstufungen in KIG 2 oder bei Personen nach Vollendung
des 18. Lebensjahres – werden die Aufwendungen mit den tarifli-
chen Sätzen erstattet.



Entweder haben Sie die Bedingungen bei Abschluss des Tarifes nicht gelesen oder - falls der Abschluss über einen Versicherungsmakler erfolgte - sind Sie möglicherweise nicht richtig über den Leistungsumfang aufgeklärt worden.

Der ARAG können Sie in diesem Fall jedenfalls keinen Vorwurf machen, denn die ARAG verhält sich tarifgemäß. Sie können doch nicht der ARAG die Schuld daran geben, dass Sie einen
Versicherungsschutz abgeschlossen haben, der nicht jeden erdenklichen Fall einschließt?
Maximilian Waizmann
 
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Re: ARAG Z100 - Erfahrungen

Beitragvon Maximilian Waizmann » 14.03.14, 15:30

Hallo Markus,

erstmal:

Ich denke, dass Sie das Prinzip der Leistungsberechnung im Z-100 etwas missverstanden haben:

Es werden nicht 80% vom "Eigenanteil" erstattet, sondern 80% vom "erstattungsfähigen Gesamtrechnungsbetrag", abzüglich der GKV-Vorleistung.

Das bedeutet, wenn die gesamte Rechnung voll "erstattungsfähig" anerkannt worden wäre, hätte sich folgende Rechnung ergeben:

617 Euro x 80% = 493,60 Euro

abzüglich 126 Euro GKV-Anteil

= 367,60 Euro


(insofern nicht die von Ihnen berechneten 392 Euro).


Zu den Abzügen:


1. Funktionsdiagnostik ist leider ein beliebtes Streitthema, wenn es um die Behandlung von nur wenigen Zähnen geht.

Die meisten Versicherer (nicht nur die ARAG!!!) stehen hier auf dem Standpunkt, dass die gesonderte Berechnung derartiger Leistungen nur bei "umfangreichen" Zahnersatz-Maßnahmen medizinisch notwendig ist, d.h. wenn gleichzeitig mehrere Zähne mit Zahnersatz (z.B. Kronen, Brücken, etc.) versorgt werden.

Wenn diese Leistungspositionen bei einer "Einzelkrone" gesondert berechnet werden, lehnen die meisten Versicherer das ab.

Ich würde Ihnen empfehlen, sich vom Zahnarzt noch mal eine individuelle Begründung ausstellen zu lassen, warum er aus medizinischer Sicht diese Leistungen
abgerechnet hat.


2. wie hoch war denn der Kostenanteil für die "Verblendung" (siehe Laborkostenbeleg)?

Einige Versicherungsunternehmen erstatten Verblendungen nur an den "sichtbaren" Zähnen, wobei die Definition des Sichtbereiches durchaus je nach Versicherungsgesellschaft
unterschiedlich ist.

Bei ARAG ist die Verblendgrenze allerdings NICHT explizit in den AVB geregelt. Manche Versicherungsunternehmen schreiben das klar in die AVB, dass z.B. nur bis Zahn 5, Zahn 6 oder Zahn 7 geleistet wird - wenn das in den AVB geregelt ist, dann ist das natürlich eine klare Angelegenheit, wo sich nichts rumdiskutieren lässt.

Bei ARAG hat man durchaus Chancen, dass insbesondere an einem 6er-Zahn geleistet wird, wenn man ein wenig hartnäckig bleibt. Evtl. kann auch hier der Zahnarzt eine Begründung liefern (die müsste natürlich "tatsächlich" auch zutreffen!!!), beispielsweise wenn Sie allergisch oder stark sensibel auf gängige Metalllegierungen reagieren, oder wenn Sie eine besonders große Mundöffnung haben (und man somit auch den 6er-Zahn bei "normalem" Lächeln sehen kann!).


Wenn Sie die Versicherung über einen Makler abgeschlossen haben, sollten Sie diesen zu Rate ziehen und ihn bitten, Sie ggf. bei der Reklamation zu unterstützen - dafür müssen Sie ihm natürlich etwas "Futter" vom Zahnarzt liefern (siehe meine Ausführungen).

Viele Grüße und viel Erfolg


Maximilian Waizmann
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